Berufsfachschule

Politdiskussion - Politik hautnah

Politik hautnah erleben: Die Klasse K25G organisierte an der HKV Aarau eine Podiumsdiskussion zur Neutralitätsinitiative. Vertreter von SVP und Grünliberalen lieferten sich einen engagierten Schlagabtausch und gaben den Lernenden Einblick in die Argumente beider Seiten.

Im Rahmen des Projektunterrichts der Klasse K25G (WPB2) haben wir einen Politikanlass organisiert. Dabei geht es um die Abstimmung über die Neutralitätsinitiative, über die am 27. September 2026 abgestimmt wird. Der Anlass soll den Schülern die Möglichkeit geben, direkt mit Politikern zu sprechen und ihre Meinungen zu hören. Dadurch können sich die Schüler einen besseren Überblick über das Thema verschaffen.

 

Damit wir am 17. September 2026 gut vorbereitet an den Politikanlass gehen konnten, haben wir unsere Klasse in sieben Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für einen anderen Bereich zuständig und hatte verschiedene Aufgaben.

 

Das Ziel des Anlasses war, jungen Erwachsenen die Politik näherzubringen, da die Abstimmungsbeteiligung bei den 18- bis 24-Jährigen bei unter 30 Prozent liegt. Wir möchten die über 18-Jährigen dazu motivieren, am 27. September 2026 und auch an zukünftigen Abstimmungen teilzunehmen.

 

An der HKV Aarau diskutierten Hanspeter Suter von der SVP (Pro) und Philippe Kühni von den Grünliberalen (Contra) über die Neutralitätsinitiative.

Zu Beginn wurde erklärt, was Neutralität bedeutet und ob die Schweiz heute neutral ist. Die Contra-Seite war der Meinung, dass die Schweiz neutral sei und dies auch bleiben solle. Die Pro-Seite stellte dagegen die Frage, wie lange die Schweiz noch als neutral wahrgenommen werde und ob die Initiative die Neutralität deshalb stärker absichern müsse.

 

Danach wurde über Sanktionen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, diskutiert. Obwohl beide Seiten Sanktionen grundsätzlich befürworteten, hatten sie unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie diese umgesetzt werden sollten. Auch ein möglicher NATO-Beitritt wurde thematisiert. Beide Parteien waren gegen einen Beitritt, waren sich aber uneinig, ob sich die Schweiz bereits in diese Richtung bewegt.

 

Am Ende der Diskussion konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen und sich aktiv beteiligen.

 

Hanspeter Suter betonte abschliessend: «Es ist wichtig, sich mit Politik auseinanderzusetzen – unabhängig davon, welcher Partei man angehört.»

 

Zusammengefasst möchte die Pro-Seite mit der Initiative die Schweizer Neutralität stärker in der Bundesverfassung verankern und langfristig sichern. Die Contra-Seite ist hingegen der Meinung, dass die Schweiz bereits neutral ist und die bestehenden Regeln ausreichen. Sie möchte verhindern, dass die Schweiz durch strengere Regeln weniger Handlungsmöglichkeiten in internationalen Konflikten hat.

 

Zum Schluss haben wir einige Schülerinnen und Schüler unserer Klasse K25G gefragt, wie sie die Diskussion und die Projekterfahrungen in der Klasse erlebt haben. Hier sind drei persönliche Statements:

 

«Ich fand super, wie die Politiker aufeinander eingegangen sind, und man merkte, dass sich beide vorbereitet hatten. Es blieb spannend, da das Thema immer gründlicher angeschaut und erklärt wurde und die Diskussion immer tiefer ging.» Leona Dobraj

 

«Mir hat die Diskussion sehr gut gefallen. Besonders fand ich, dass der Moderator Sven Egloff beiden Politikern genügend Zeit gab, ihre Meinungen und Argumente zu erklären. Gleichzeitig ergänzte er die Diskussion immer wieder mit kurzen Erklärungen und sorgte so für einen guten Ablauf. Dies machte die Veranstaltung für mich interessant und verständlich.» Loresa Kicaj

 

«Mir haben die Diskussionen der Politiker gefallen, sie waren intensiv und echt. Der Moderator brachte sich sehr gut in die Gespräche ein. Die Organisation des Anlasses war gut strukturiert.» Riad Gashi

 

In Namen von der Klasse 25G Noemi Wyss, Stefanie Strässle, Melina Geider und Natasha Hochuli

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