Detailhandels-Fachmann / Detailhandels-Fachfrau mit BMS
Ausbildung / Kosten

Schwerpunkt: Beratung oder Bewirtschaftung?

Bei Abschluss des Lehrvertrages entscheiden Sie sich, ob Ihr Ausbildungs-Schwerpunkt Beratung oder Bewirtschaftung sein wird.

Beratung:

Die Kundschaft braucht in der Regel eine Beratung. Im Vordergrund stehen Verkauf mit Bedienung und Beratung. Vor allem werden in Spezial- und in Fachgeschäften Detailhandels-Fachleute mit diesem Schwerpunkt ausgebildet.

Bewirtschaftung:

Der Warenkreislauf steht im Mittelpunkt. Die Kundschaft braucht in der Regel wenig Beratung. Im Vordergrund stehen Verkaufsbereitschaft, Kundeninformation und Verkauf. Vor allem werden in Geschäften mit Vorwahl oder Selbstbedienung, also im Supermarkt, Verbrauchermarkt etc. Detailhandels-Fachleute mit diesem Schwerpunkt ausgebildet.

 

Berufsschulunterricht

Allgemeiner Unterricht:

Berufslernende, die eine Lehre für Detailhandels-Fachleute mit kaufmännischer Berufsmaturität absolvieren, werden in eine BMS-Klasse der kaufmännischen Lehre eingeteilt und besuchen dort den Unterricht. Der Unterricht findet während der ganzen Dauer der Lehre an 2 Tagen pro Woche statt.

Berufsspezifischer Unterricht:
Das Fach "allgemeine Branchenkunde" wird im ersten Semester an einem zusätzlichen Halbtag in einer Klasse der Detailhandels unterrichtet. Die vermittelten Kenntnisse bilden die Grundlagen für die überbetrieblichen Kurse (ÜK), welche auf die 3 Lehrjahre verteilt sind und von den betreffenden Branchengruppen (Verbänden) organisiert und durchgeführt werden.

Detailhandelskenntnisse:
Die Leistungsziele im Fach Detailhandelskenntnisse werden zum Teil im Fach Volkswirtschaftslehre, Betriebs- und Rechtskunde (VBR) abgedeckt. Die Berufslernenden des Detailhandels mit kaufmännischer Berufsmaturität haben zur Vorbereitung auf die Prüfung im Fach Detailhandelskenntnisse folgende Möglichkeiten:
 

  • Selbststudium des Fachs Detailhandelskenntnisse mit den entsprechenden Lehrmitteln und Besuch der Prüfungsvorbereitung im 6. Semester in einer Detailhandelsklasse (DHF)
  • Besuch des Fachs Detailhandelskenntnisse in einer Klasse des Detailhandels im 2. und 3. Lehrjahr (3 bzw. 2 Lektionen pro Woche)

 

Fremdsprachunterricht

Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist das Erlangen international anerkannter Sprachendiplome.

Französisch: Diplôme de Français Professionnel B2 (DFP), Industrie- und Handelskammer Paris

Englisch: Englisch FCE, First Certificate in English Universität Cambridge

 

Sprachaufenthalte im Ausland (obligatorisch)

Zwei zweiwöchige Fremdsprachenaufenthalte in Frankreich und England dienen der Vorbereitung auf diese Prüfungen. Hier tauchen die Lehrlinge in eine fremdsprachliche Welt ein, um deren Kultur und Mentalität kennen zu lernen.

 

Informatik

Der Informatikunterricht ist auf den Erwerb des folgenden Diplomes ausgerichtet: Informatik SIZ IA2, Schweizerisches Informatikanwender-zertifikat Stufe 2 SIZ AG

 

Wirtschaftswoche

Im Rahmen des integrativen Wirtschaftsfaches VBR findet im zweiten Lehrjahr jeweils im Juni eine extern durchgeführte Projektwoche (= AE2) zu einem Thema der Wirtschaft statt. Die Arbeit an Projekten fördert die Sozialkompetenz: Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen.

 

Kosten

Sprachaufenthalt in England: ca. CHF 2 100.—
Sprachaufenthalt in Frankreich: ca. CHF 1 900.—
Französischzertifikat DFS: ca. CHF 250.—
Englischzertifikat BEC preliminary (fakultativ): CHF 250.—
Englischzertifikat FCE: CHF 400.—
Informatikzertifikat SIZ  IA II K: CHF 500.—
Wirtschaftswoche: CHF 500.—
TOTAL CHF 5900.—
 
 

Promotion

Bedingungen für die definitive Promotion ins nächste Semester sind:
 
  • Notendurchschnitt von 4.0
  • höchstens zwei ungenügende Fachnoten
  • Notenabweichungen unter 4.0 beträgt nicht mehr als zwei Noteneinheiten
 

Wer die Bedingungen nicht erfüllt, wird provisorisch in das nächste Semester befördert.

Wer in der BMS ein zweites Mal die Bedingungen für eine definitive Promotion nicht erfüllt, setzt die Lehre in einer Klasse für Detailhandels-Fachleute fort.

 

Berechnung der Erfahrungsnoten beim Übertritt von der kaufm. Berufsmaturität im Detailhandel in die Berufslehre für Detailhandels-Fachleute

Grundsätzlich zählen die letzten 4 Zeugnisnoten für die Berechnung der Erfahrungsnoten. Im Falle eines Profilwechsels werden aber nur die Noten des neuen Profils gezählt (also die Noten der Ausbildung für DH-F) Je nach Zeitpunkt des Wechsels zählen folgende Zeugnisnoten für die Berechnung der Erfahrungsnoten:

 
Profilwechsel Detailhandelsfachleute mit BMS an der Handelsschule KV Aarau.
 

Anmeldeformular

 

Handelsschule KV Aarau
Abteilung Detailhandel
Bahnhofstrasse 46
5000 Aarau
Telefon 062 837 97 10
Fax  062 837 97 19

 
Konrektor Detailhandel
Hansueli Biderbost
hu [dot] biderbost [at] hkvaarau [dot] ch

 
Bereichsassistentin
Detailhandel
Esther Wildi
e [dot] wildi [at] hkvaarau [dot] ch

 

 

Nächster Karriereschritt:

Detailhandelsspezialist /
Detailhandelsspezialistin
mit eidg. Fachausweis